Blättern, wischen, einrichten

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Möbelrücken heute: Ikea Media Solutions-Chef Peter Kleeßen über das Erfolgsgeheimnis des bookbooks.

Mit einem sympathischen Lächeln, zu dezenter Musik und auf Englisch mit schwedischem Akzent begrüßt Ikea-Chefdesigner Jörgen Eghammer den den Zuschauer – um ihm ein Device vorzustellen, das sein Leben verändern wird. Die Rede ist vom Ikea Katalog 2015, dem bookbook. Das kommt ohne Kabel aus, ist kostenfrei im Briefkasten downloadbar und seine Seiten lassen sich mit einem Knick bookmarken.

Ikea Singapur hat mit dem Youtube-Clip die typischen Spots von Apple charmant parodiert. Und das auf so gelungene Weise, dass der Film vier Wochen nach seiner Veröffentlichung Anfang September über zwölf Millionen Mal angeklickt wurde.

 

Analoger Begleiter mit digitalem Plus
Der Clip lässt auch erahnen, welch herausragende Bedeutung das Papier-Medium für den schwedischen Möbelhersteller in einer zunehmend digitalisierten Welt hat. Mit einer weltweiten Auflage von 219 Millionen Exemplaren – in Deutschland werden etwa 26,8 Millionen Haushalte beliefert – ist der Katalog zentraler Bestandteil in der Kommunikation mit dem Kunden. „Wir wissen, dass der neue Katalog jedes Jahr von vielen Menschen erwartet wird. Oft bleibt er dann das ganze Jahr als Begleiter daheim“, sagt Peter Kleeßen, Teamleader Media Solutions bei Ikea Deutschland. Dass der Katalog so beliebt ist, hat nach seiner Einschätzung vor allem praktische Gründe. Viele Menschen versehen die Seiten mit Haftnotizen, kringeln ihre Lieblingsprodukte ein oder machen sich im Katalog Notizen für den nächsten Einkauf. Um für die Kunden ein noch sinnlicheres Erlebnis zu schaffen, hat Ikea vor rund zwei Jahren auf ein besseres Papier umgestellt. Das fühlt sich fester an und gibt die Fotos in höherer Auflösung wieder.

 

Möbelrücken mit Augmented Reality

Mit der Katalog-App verbindet Ikea die gedruckte und digitale Welt. So lässt sich etwa ein Tisch im eigenen Wohnzimmer platzieren.
Mit der Katalog-App verbindet Ikea die gedruckte und digitale Welt. So lässt sich etwa ein Tisch im eigenen Wohnzimmer platzieren.

Bei allem Augenmerk auf das Gedruckte machte sich Ikea auch auf den Weg in die digitale Welt. Nachdem der Katalog schon lange über die Website abrufbar war, wurde er mit der Ausgabe 2012 zusätzlich als 1:1-Abbild in der Ikea Katalog App angeboten. Ein Jahr später kam eine deutlich erweiterte Version der Applikation heraus. Diese hielt zahlreiche Bonusinhalte wie Videos, Bildgalerien oder Animationen bereit und schlug mit einer Scan-Funktion die Brücke zwischen analoger und digitaler Welt: Wer die App installiert hat und mit der Kamera seines Smartphones bestimmte Seiten abfilmt, gelangt zum zusätzlichen Material – ein QR-Code kommt dabei nicht zum Einsatz. Mit dem Katalog 2014 wurden weitere Funktionen ergänzt. So ist es nun beispielsweise mithilfe einer Augmented-Reality-Anwendung möglich, einzelne Möbelstücke virtuell im eigenen Zuhause zu platzieren. Der gedruckte Katalog dient dabei als Anker im realen Raum. Peter Kleeßen: „Die Verlängerung des Katalogs in die digitale Welt eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten, unseren Kunden noch mehr Ideen zu zeigen und Inspirationen zu geben. Ein im gedruckten Katalog gezeigter Raum kann in 360-Grad-Sicht betrachtet werden, ein Schlafzimmer erscheint nach wenigen Klicks in anderen Farben und einem anderen Stil. Und im Übrigen: Das alles macht natürlich auch extrem viel Spaß.“.

 

Linktipp

Den bookbook-Clip von Ikea gibt es bei Youtube.

 

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