Totgesagte leben länger: E-Mail-Marketing bleibt ultimative Maßnahme im Kundendialog – Part II

Quelle: absolit Dr. Schwarz Consulting
Studien-Quelle: absolit Dr. Schwarz Consulting

Warum E-Mail Marketing 2017 den Kundendialog rocken wird – Fortsetzung unseres Beitrags vom 3. April 2017:

Unverzichtbar für den Kundendialog

Stefan Mies, Manager Research and Innovation beim E-Mail-Marketingdienstleister Artegic, sieht nach wie vor beim Kundendialog per Mail klare Vorteile gegenüber Chat-Messengern und sozialen Netzwerken: „E-Mail-Marketing ist unter anderem individualisierbar, automatisierbar, kontextsensitiv, durchgängig messbar sowie effizient und vereint damit alle Fähigkeiten für modernes, kundenzentriertes Marketing in einem Kanal.“

Wenn eine Mailing-Aktion ein Maximum an Leads generieren soll, kommt es nach Einschätzung des Innovationsmanagers Mies auf das Stichwort der Kundenzentrierung an: „Es gilt, ein individuelles Kundenverständnis aufzubauen und zur kontinuierlichen Optimierung der wahrgenommenen Customer Experience durch digitales Dialogmarketing zu nutzen.“

Stefan Mies, Manager Research and Innovation beim E-Mail-Marketingdienstleister Artegic // www.artegic.com/de
Stefan Mies, Manager Research and Innovation beim E-Mail-Marketingdienstleister Artegic // www.artegic.com/de

Anstatt sich jedoch an klassischen Versandzeitpunkten zu orientieren, lassen sich die meisten Leads durch einzelne und nicht als Broadcast-Kampagne angelegte Mailings erzeugen. „Die Kampagnen sind nicht fix terminiert, sondern werden durch Trigger im individuellen Lifecycle des einzelnen Kunden genau zum richtigen Zeitpunkt in Echtzeit gesteuert“, erklärt Stefan Mies. So erhalte jeder Kunde seine individuelle Kommunikation, die an seine aktuellen Bedürfnisse sowie insbesondere den Nutzungskontext angepasst sei wie Produktvorlieben, Kaufhistorie, Standort und das aktuelle Nutzerverhalten.

 

E-Mail gilt als wachstumsstärkster Marketingkanal 2017

Weltweit besitzen über 2,6 Milliarden Menschen laut Schätzungen von Litmus einen eigenen E-Mail Account. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll die Anzahl auf 2,9 Milliarden Nutzer ansteigen. Hierzulande rufen 83 Prozent der Deutschen im Alter von 16 bis 74 Jahren laut einer Eurostat-Umfrage regelmäßig ihre E-Mails ab. Für die Dialogmarketingbranche bleibt die Mail ein klarer Pluspunkt – mit ordentlich Luft nach oben. Als die wachstumsstärksten Marketingkanäle 2017 gelten laut der eigenen Untersuchung von Absolit die Kanäle E-Mail- und Suchmaschinenmarketing: Über 95 Prozent der Befragten nutzen diese zur Kundenansprache, fast die Hälfte plant sogar, ihr Budget zu erhöhen. Hingegen möchte fast ein Drittel das Budget für Print-Mailings kürzen. „Es ist nach wie vor der effizienteste Kanal für Direktkontakte. Zwar sind Printmailings effektiver, dafür ist der ROI von E-Mails fünfmal besser“, schlussfolgert Fachmann Dr. Torsten Schwarz, Geschäftsführer von Absolit.

Im Fall von E-Mails gelten als Schwerpunkte Marketing Automation, Leadgenerierung und CRM. Gerade die Marketing Automation soll laut Absolit-Studie in 2017 weiter Fahrt aufnehmen. Mittlerweile automatisieren zwei Drittel der befragten Unternehmen ihr Marketing, 17 Prozent versprechen sich von dieser Marketingtechnik einen Umsatz-Boost.

Blickt man weiter in die Zukunft, wird E-Mail-Marketing also nicht feststecken, sondern sich immer weiterentwickeln. Nach Ansicht von Stefan Mies seien eine Integration mit dem Internet of Things oder interaktive Inhalte nur zwei aktuelle Trends im E-Mail-Marketing, auf welche Branche und Gesellschaft gewartet haben.

 

Langeweile führt zu mieser Conversion

Dr. Torsten Schwarz, Geschäftsführer von Absolit https://www.absolit.de/
Dr. Torsten Schwarz, Geschäftsführer von Absolit // www.absolit.de

„Viele Unternehmen versenden entweder langweilige E-Mails oder sie versenden an die falschen Zielgruppen. In beiden Fällen erzielen sie miese Öffnung- und Klickraten. Das führt in einen Teufelskreis“, kritisiert Torsten Schwarz, sieht jedoch in dem Dilemma der E-Mail-Versender ein Licht am Horizont, denn was nicht angeklickt werde, verliert an Reputation und damit an Wirksamkeit. „Wessen Reputation schlecht ist, der erhält weniger Klicks“, mahnt Schwarz und fordert somit mehr Nachhaltigkeit. „Profis fahren regelmäßig Reaktivierungskampagnen, um dem Teufelskreis zu entgehen.“

Wer seine Kunden nicht individualisiert anspricht oder ihnen nur Mailings von der Stange schickt, kann trotz höherer Mail-Marketingbudgets und der immer noch intensiven Nutzung von E-Mails nicht zum Zuge kommen. Es kommt auf die richtigen Kampagnen und die optimalen Strategien an, mit denen Kunden angesprochen, gelockt, begeistert und am Ende des Tages zum Kauf bewegt werden müssen. Wer keine Kreativität an den Tag legt, um aus der Masse an Informationen bei den überversorgten Konsumenten herauszustechen, sollte sein E-Mail-Marketing umdenken oder grundsätzlich neu ausrichten. Dann klappt es auch mit dem Kunden.

 

Autoreninfo

Mike Schnoor sprach auf der CO-REACH über neue digitale Kanäle im DialogmarketingMike Schnoor: Senior Partner von Guts & Glory, der Manufaktur für die Digitalisierung von Marken und Unternehmen. Vor seinem Wechsel in die Agenturbranche zeichnete er die gesamte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Bundesverband Digitale Wirtschaft verantwortlich. Als Fachautor analysiert er Trends und Geschäftsmodelle und teilt seine Erfahrungen in tonangebenden Branchenmedien.

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