Expertengespräche im Plauderton

Schon CO-REACH 2014zweimal bereicherte der Open Summit die CO-REACH um ein innovatives Dialog-Format. Die drei Macher Norbert Barnikel, Stefan Peter Roos und Tim Schikora berichten, was sie an Unkonferenzen reizt und weshalb sich das Format ideal für Aussteller eignet.

 

Was war die Initialzündung für den Open Summit?
Norbert Barnikel: Die Projektleiterin der CO-REACH, Bettina Focke, habe ich ursprünglich bei einem meiner Marketing-Workshops kennengelernt. Monate später, bei einem erneuten Aufeinandertreffen, erzählte sie mir, sie sei auf der Suche nach einem innovativen Format für die Messe. Es sollte anders sein und den Menschen einen ungezwungenen Austausch ermöglichen. Mir fiel dazu das Barcamp-Konzept ein, weil es sich gerade durch seine Offenheit auszeichnet. Nach einigen Gesprächen stand fest: Wir adaptieren den Ansatz für die Messe.

Stefan Peter Roos: Wir alle im Team hatten zwar schon Erfahrungen mit Barcamps und Unkonferenzen gesammelt. Wie man dieses offene Format mit einer Messe verbindet, hatte bis dahin aber noch niemand probiert. Etwas Neues zu gestalten, machte daher den besonderen Reiz der Aufgabe aus. Und von Bettina Focke erhielten wir dafür alle Freiheiten.

Vor welchen Herausforderungen standen Sie anfangs?
Stefan Peter Roos: Besucher von Barcamps bringen in der Regel viel Zeit mit und widmen sich ausschließlich dieser Veranstaltung. Daher ist es üblich, dass die Sessions erst vor Ort vorgeschlagen und dann ausgewählt werden. Bei einer Messe ist das anders. Die Besucher haben häufig einen ziemlich straffen Zeitplan. Der Open Summit musste das berücksichtigen: Hier sind schon im Vorfeld Session-Vorschläge möglich. Damit erhalten die Besucher vorab einen Eindruck von den möglichen Themen und die Abstimmung während der Messe läuft schneller.

Nach der Erfahrung aus zwei Jahren: Wie harmonieren Messe und Open Summit tatsächlich?
Tim Schikora: Das Ziel der CO-REACH ist, Menschen in einen Dialog miteinander zu bringen: Besucher, Aussteller und Experten. Diese Idee wird mit dem Open Summit auf die Spitze getrieben, weil der Austausch hier sehr ungezwungen stattfindet. Menschen begegnen sich losgelöst von ihren jeweiligen Rollen. Jeder ist mal Lernender und mal Spezialist. Dieser Dialog auf Augenhöhe kann die Grundlage für sehr solide Geschäftsbeziehungen sein. Deshalb ergänzen sich das klassische Messegeschehen und der Barcamp-Ansatz perfekt.

Norbert Barnikel: Bislang nutzen nur wenige Aussteller diese Chance des Open Summits. Sie könnten sich noch mehr auf den Dialog einlassen und unwerbliches Fachwissen einbringen. Hier muss noch ein Umdenken stattfinden.

Wie fällt das Feedback der Open Summit Besucher aus?
Norbert Barnikel: In beiden Jahren haben wir eine Umfrage bei den Besuchern des Open Summits durchgeführt. Die Resonanz: Fast alle Befragten [92 Prozent, Studie der Usability Interactive GmbH] sind äußerst zufrieden mit der Veranstaltung. Bei denjenigen, die noch nie bei einem Barcamp oder einer Unkonferenz waren, stellen wir fest, dass sie vom Format sehr überrascht sind – und aufgrund der lockeren Atmosphäre und dem hohen inhaltlichen Niveau extrem begeistert.

Was können wir für die CO-REACH 2015 erwarten?
Tim Schikora: In diesem Jahr ist der Open Summit mit der Livebühne schon ein Stück näher an die eigentliche Messe herangerückt. 2015 werden wir beide Formate noch stärker miteinander verschränken. Das soll das Gespräch zwischen den Besuchern, Ausstellern und Experten weiter intensivieren. Wie das Konzept genau aussehen wird, verraten wir aber noch nicht.

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