Nutzer akquirieren, Nutzer wirklich verstehen

IMG_0097Über Growth Hacking wird viel geschrieben. Meist viel Unverständliches, mit unendlich Business Denglisch, das selbst der Autor nicht mehr wirklich versteht. Deswegen lösen wir diese Begriffe in unserer kleinen Serie auf. Verständlich auf den Punkt gebracht.

Wer jetzt abgeschreckt ist, dass es wieder nur um Online geht: Keine Angst! Growth Hacking funktioniert auch in der analogen Welt.

Das einfachste Modell, um den Kernprozess des Growth Hackings zu betrachten, ist der Lean Marketing Funnel:

1.    Akquisition – Wie bringe ich den Nutzer auf meine Webseite, App oder auch in meinen Laden?
2.    Aktivierung – Wie bringe ich den Nutzer dazu, sich bei mir zu „registrieren“, so dass ich ihn wieder kontaktieren kann?
3.    Re-Aktivierung – Wie bringe ich den Nutzer dazu, wieder aktiv zu werden?
4.    Empfehlung – Wie bringe ich den Nutzer dazu, mich seinen Freunden und Kollegen zu empfehlen?
5.    Umsatz – Wie generiere ich Umsatz mit dem Nutzer?

Teil 1 – Akquisition
Meistens wird jetzt begonnen über Marketing-Kanäle und Werbebotschaften zu sprechen, manchmal sogar über relevante Suchbegriffe. Alles viel zu früh. Jeder „Growth Hacker“ muss sich die Zeit nehmen, seinen Kunden zu verstehen. Es reicht nicht, seine Zielgruppe, beispielsweise mit „Junge Familien“ festzulegen!

Nutzer verstehen

Es gilt also zu lernen, wer mein Nutzer ist, mit was er sich den Tag lang beschäftigt, was ihm wichtig ist, welche Produkte er sonst noch kauft, wofür er Geld ausgibt, welche Marken er toll findet, welche Webseiten oder Läden er besucht, welche Kommunikationsmittel er einsetzt, welche Probleme er hat und über was er sich freut. Diese Fragen und viele weitere geben die Grundlage für alle folgenden Entscheidungen.
Jetzt neigen wir dazu, ein kleines Brainstorming zu veranstalten und diese Antworten einfach festzulegen. Das ist ziemlich sinnlos. Daher gilt es, so viele Daten über unseren Nutzer zu sammeln wie möglich. Nicht nur über Befragungen, sondern am besten das Verhalten beobachten. Manchmal digital, manchmal aber auch direkt im echten Leben. Nur dann erhalten wir wirkliche Antworten auf diese so wichtigen Fragen.

Wege und Botschaften ausarbeiten

Erst jetzt mache ich mir Gedanken über die Wege und Botschaften, die meinen Nutzer auf meine Seite locken sollen.
Es stellt sich die Frage: Setzt man eher auf klassische Wege, wie Fernsehen, Radio, Print, Mailings, Veranstaltungen oder die „modernen“ Wege, wie Suchmaschinen und Soziale Medien? Die besten „Growth Hacker“ verstehen es, verschiedene Wege zu nutzen. Nur online oder nur Print sind meist nicht von Erfolg gekrönt.

Hat man seine verschiedenen Wege gefunden, gilt es, die richtigen Botschaften zu definieren. Jetzt hilft es, meinen Nutzer gut zu kennen. Suchbegriffe, Werbebotschaften, Bildsprache, all das ergibt sich fast natürlich aus den Informationen, die gesammelt wurden.

So können jetzt die verschiedenen Kampagnen auf den Weg gebracht werden und man kann sich über neue Nutzer auf der eigenen Seite, in der eigenen App oder im eigenen Laden freuen. Hat man jetzt noch Daten gesammelt über die Herkunft der Nutzer, fällt es leichter, die eigenen Kampagnen immer weiter zu optimieren.

Wie man die neugewonnenen Nutzer zu wiederkehrenden Kunden macht, kommt in Teil 3 unserer Serie auf diesem Blog!

Ansonsten können Sie sich über diese und viele weitere Themen auf dem Open Summit während der CO-REACH 2015 informieren und austauschen. Gleich hier anmelden!

Von Tim Schikora Insight Innovation

1 Comment

  • Was soll das alles mit diesem „Aktivieren“ meiner Nutzer bedeuten? - CO-REACH

    […] Akquisition – Wie bringe ich den Nutzer auf meine Webseite, App oder auch in meinen Laden? 2. Aktivierung – […]


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