Open Summit – Die Mitmach-Konferenz der CO-REACH

Die CO-REACH lädt zum Open Summit ein; Foto: NürnbergMesse
Die CO-REACH lädt zum Open Summit ein; Foto: NürnbergMesse

2016 findet zum vierten Mal der Open Summit statt. Im Interview verrät uns Norbert Barnikel, einer der Mitbegründer, warum eine Teilnahme vorteilhaft ist und welche Neuerungen dieses Jahr auf uns warten.

Doch ganz von vorne: Was ist der Open Summit überhaupt?
„Open Summit“ – das ist lediglich die Bezeichnung des Formates. Dahinter verbirgt sich eine sogenannte Un-Konferenz oder Mitmach-Konferenz. Wie der Name schon verrät, ist es ein Umdenken von klassischen Konfrontationssituationen – vorne steht jemand, spricht über ein Thema und am Ende klatscht das Publikum. Bei einer Un-Konferenz, seit 2016 sprechen wir von der Mitmach-Konferenz, denkt man nicht hallenfüllend. Vielmehr wird versucht in Sessions eine Situation zu schaffen, in welcher die Teilnehmer auf Augenhöhe miteinander diskutieren und arbeiten.

Norbert Barnikel (CEO, Barnikel Digital Transformation Marketinginstitut GmbH Research. Strategy.Training. Hands-On); Foto: Norbert Barnikel
Norbert Barnikel (CEO, Barnikel Digital Transformation Marketinginstitut GmbH Research. Strategy.Training. Hands-On); Foto: Norbert Barnikel

Wie läuft der Open Summit ab?
Der Unterschied zu einem klassischen Begleitprogramm mit Vorträgen, Workshops etc. ist, dass die Sessions bei einer Mitmach-Konferenz am Tag selbst noch nicht feststehen. Zwar gibt es teilweise Themeneinreichungen vor der Messelaufzeit, aber auch spontane Aufrufe zu einer Session sind möglich. Dann schließen sich bestenfalls fünf, zehn oder fünfzig Interessenten an. Im Worst Case für den Session-Haltenden finden sich keine weiteren Teilnehmer und die Session entfällt.

Wer ist bei einer Mitmach-Konferenz dabei?
Dadurch, dass wir in einem Messeumfeld sind, ist es so, dass Besucher und Aussteller, die ohnehin auf der Messe sind, bei der ein oder anderen Session vorbeischauen. Idealerweise rekrutiert sich das Publikum aus den unterschiedlichsten Hierarchieebenen. Da kann es durchaus sein, dass ein Geschäftsführer neben einem Studenten oder Azubi sitzt und auf Augenhöhe diskutiert. Wir laden natürlich auch erfahrene Mitmach-Konferenzler dazu ein, eine Session anzubieten, die zur Dialogmarketing-Thematik der CO-REACH passt. Genauso versuchen wir die Aussteller zu motivieren, umzudenken und keine klassische Vertriebsshow zu machen.

Wie ist das Format der Mitmach-Konferenz zur CO-REACH gekommen?
Vor fünf Jahren habe ich die Veranstaltungsleiterin der CO-REACH, Bettina Focke, kennen gelernt und wir haben festgestellt, dass so ein unkonventionelles Mitmach-Format eine Messe wie die CO-REACH bereichern könnte – und es ausprobiert. Eigentlich entstammt die Idee der Un-Konferenzen dem US-amerikanischen Raum. Das Miteinander steht im Fokus. Die Inhalte können völlig ergebnisoffen sein, denn die Teilnehmer selbst entscheiden, in welche Richtung die Session geht. Das bringt einen neuen Drive. So etwas haben wir uns für die CO-REACH gewünscht. Und das Format funktioniert sehr gut.

Was ist das Besondere der Mitmach-Konferenz der CO-REACH?
Wir verändern das Format jedes Jahr und passen es auf allen Seiten an. Es ist nicht möglich zu sagen: das ist eine Mitmach-Konferenz, das ist eine Messe. Diese Formate müssen iterativ angepasst werden. Auch versuchen wir stets die namhaften Speaker der großen Areas nach ihrem Auftritt anzusprechen und sie in die Sessions zu locken. Ebenso sind uns Themen willkommen, die nicht so populär auf den Areas behandelt werden.

Eine Session im Rahmen des Open Summit ist immer wieder spannend; Foto: NürnbergMesse
Eine Session im Rahmen des Open Summit ist immer wieder spannend; Foto: NürnbergMesse

Inwieweit wird die Messe durch den Open Summit bereichert?
Eine Erfahrung, die wir immer wieder machen, ist, dass Menschen die zur Mitmach-Konferenz gehen, meistens keine Messe-Gänger sind. Doch auch sie bummeln dann durchaus einmal durch die Ausstellung. Auf der anderen Seite profitieren die Aussteller der Messe, weil Menschen kommen, die wissensdurstig und ein bisschen mitteilungsbedürftig sind. Das bereichert die Messe. Wir hören sehr oft, dass es einfacher ist, in einer Session des Open Summit mit Influencern ins Gespräch zu kommen als am Stand. Netzwerken funktioniert am Besten in kleiner Runde. Wenn auch die Aussteller unkonventioneller und praxisnäher denken und sich mehr trauen, dann haben sie enorme Chancen. Menschen wollen unkonventionelle Formate. Was wir durch den Open Summit schaffen, ist Vielfalt. Vielfalt was Formate betrifft, Vielfalt, was Menschen betrifft und natürlich auch Vielfalt, was Aussteller betrifft.

Auf welche Neuerung können wir uns dieses Jahr freuen?
Wir rücken dieses Jahr das erste Mal direkt in die Ausstellungshalle. Das wird sehr spannend. Die Lage in der Nähe der Catering-Area ist perfekt; so können die Teilnehmer einer Mitmach-Konferenz nach der Session, bei einem Kaffee oder Häppchen, weiter an ihren Ideen arbeiten und Netzwerken.

Warum ist die Teilnahme für Aussteller und Besucher vorteilhaft?
Ganz klar, Aussteller erreichen neue Zielgruppen. Zu einer Mitmach-Konferenz kommen nicht nur Querdenker. Wir haben einen sehr hohen Anteil an Führungskräften, die sich ihre Impulse holen. Wenn Aussteller am Open Summit teilnehmen, stellen sie oft überrascht fest, wie viele hochkarätige Entscheider in den Sessions zu finden sind, die sie am Stand vielleicht gar nicht erreichen. Ein großer Vorteil für Besucher ist, dass sie namhafte Speaker auf den Bühnen sehen und sich anschließend mit diesen in den Sessions, in einer intimen Atmosphäre, intensiv austauschen können.

Wie sieht die Mitmach-Konferenz-Szene aus?
Mittlerweile ist die Un-Konferenz-Szene international anerkannt. Sie ist aus der Nerd Ecke heraus zu einem Standard Format gewachsen. Egal wie groß der Name des Speakers, wenn du siehst, dass deren Augen leuchten, wenn eine rege Diskussion in kleinerer Runde stattfindet, dann weißt du, dass es richtig läuft. Das macht die Szene aus. Auf jeden Fall empfehle ich jedem bei einer Mitmach-Konferenz teilzunehmen und diese zu erleben. Hingehen und Mitmachen.

Lass dich darauf ein und schau, was passiert!

 

Das Interview ist im Online Magazin der NürnbergMesse erschienen. Text: Nadja Krappmann, NürnbergMesse.

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