Interview mit Stefan Peter Roos

spr-profil
Stefan Peter Roos / Proudsoucing

Wer ist Stefan Peter Roos und was macht er beruflich?
Ich bin seit fünfzehn Jahren in den Rollen Unternehmer & Gründer (www.proudmusiclibrary.com, www.proudsourcing.de, canvanizer.com) und Berater für Online Strategie mit Schwerpunkt eCommerce und Startups unterwegs.

Wie sind Sie darauf gekommen eine Session zu halten?
Ich besuche Unkonferenzen wie Barcamps seit 2007 und habe festgestellt, dass es sich grundsätzlich lohnt, viel Wissen und Erfahrung zu teilen, da man um so mehr Austausch zurückerhält, je offener man selbst teilt. Dies hat sich über die Jahre bestätigt, so dass ich oft zu Themen, die mich aktuell beschäftigen eine Session anbiete. Oft habe ich selbst danach trotz intensiver Vorrecherche eine abgerundetere Sichtweise oder wertvolle Erfahrungswerte von den anderen Teilnehmern der Session gelernt. Beim Open Summit im Rahmen der CO-REACH bin ich außerdem seit 3 Jahren in der Organisation der Veranstaltung involviert.

Was motiviert Sie besonders an dem Thema?
Der Titel meiner Session lautet: „Die Canvas Methode – Ideation, Iteration und Pretotyping mit Canvases“. Ich setze Canvases häufig als Methoden in Workshops ein, um gemeinsam mit dem Kunden bzw. Projektteam strukturiert ein Thema zu erarbeiten. Canvases sind eine sehr niedrigschwellige Möglichkeit zur Beteiligung. Somit kann sich das ganze Team einbringen, das Ergebnis wird vollständiger und die Gesamtsicht geht dennoch nicht verloren. Da ein PostIt genauso schnell wieder entfernt ist, wie es auf den Canvas geklebt wurde, ist ein Canvas gerade in der Ideenfindungsphase sehr lebendig und passt sich an geänderte Rahmenbedingungen an. Aus dieser Situation entstand vor einiger Zeit eines unserer Projekte, das Online-Tool canvanizer.com. Hier kann kollaborativ im Team mit Canvases gearbeitet werden. Ein Vorteil des Tools gegenüber der Papierversion ist, dass auch in verteilten Teams und über eine initiale Session hinaus die Canvases projektbegleitend eingesetzt werden können.

Wie kann sich der Zuhörer auf Ihre Session vorbereiten?
Am besten einfach einen beliebigen Canvas googlen, die PDF-Vorlagen stehen zumeist kostenlos unter einer Creative Commons Lizenz: z.B. den Business Model Canvas, den Project Canvas oder den Pitch Canvas. Der Start in die Canvas Welt gelingt sehr schnell, die ersten Inhalte sind schon nach einer Viertelstunde erstellt und man bekommt ein Gespür für die Arbeitsweise. Es gibt mittlerweile Canvas Vorlagen für viele Fachbereiche und ständig kommen neue hinzu. Eine gute Vorlage bringt semantische Zusammenhänge und findet das richtige Maß zwischen Universalität und Detailgenauigkeit.

Was erwartet den Zuhörer bei Ihrer Session?
So einfach der Einstieg in die Canvas Welt auch ist, richtig spannend wird es erst, wenn man die für den jeweiligen Anwendungszweck nötige Tiefe aus der Anwendung herausholt. Nach den ersten paar ausgefüllten Canvases stellt man oft fest, dass man zu oberflächlich bleibt, da der Platz auf den PostIts doch arg begrenzt ist. Dies ist Segen und Fluch zugleich. Spannend wird es entweder durch fachkundige Anleitung oder durch Übung in der Anwendung der Methodik – es lohnt sich dranzubleiben. Mit der Zeit denkt man in den Strukturen der jeweiligen Vorlagen und kann somit Muster in den Inhalten sehen bzw. sich bereits im Vorfeld vorstellen.

Was werden die Sessionteilnehmer aus Ihrer Session mitnehmen?
In meiner Session „Die Canvas Methode – Ideation, Iteration und Pretotyping mit Canvases“ werde ich einen guten Überblick über viele empfehlenswerte Vorlagen geben. Außerdem natürlich Einblicke in die Praxis und Erfahrungswerte, wie man am besten mit Canvases arbeitet. Danach sollte jeder Teilnehmer für ihn interessante Vorlagen kennen und eine konkrete Vorstellung von der Arbeitsweise und deren Vorteile haben.

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