Mobile first, oder doch nur Geldverschwendung?

Henry_Kördel
Henry Kördel, Innovationsmanager bei der Deutschen Bahn Fernverkehr AG

In unserer CO-REACH[magazin] Reihe „Richtig oder falsch?“ beurteilen Experten aktuelle Marketingtrends. Diesmal: die Zukunft von Mobile Advertising.

Henry Kördel ist Innovationsmanager bei der Deutschen Bahn Fernverkehr AG und kümmert sich um Digitalisierung und mobile Trends. An jeder Ecke heißt es heute „Mobile first“. Für Werbetreibende ist das Geldverschwendung, da Einblendungen auf kleinen Displays einfach nicht funktionieren. Richtig oder falsch, Herr Kördel?

„Nein, so ist das falsch. Sicherlich spielen Werbebanner auf PC-Bildschirmen eine größere Rolle. Aber Mobile Advertising hat enormes Potenzial.
Es kommt darauf an, die speziellen Stärken zu nutzen und echten Service zu bieten. Das klappt natürlich nur, wenn der Kunde dem Smartphone erlaubt, Informationen zu seinen Aktivitäten weiterzugeben. Im Gegenzug profitiert er, weil Unternehmen ihn über Location-based Services situationsabhängig auf Angebote hinweisen können. Also etwa Coupons für ein nahes Geschäft oder Ergänzungsprodukte zu früheren Käufen.
Die Werbenden dürfen es dabei nur nicht übertreiben. Die Spam-Grenze ist schnell erreicht, sobald das Smartphone alle zehn Meter vibriert. Aber so lange richtiger Nutzen dabei herausspringt, lassen sich insbesondere Marken im mobilen Umfeld gut positionieren.
Am spannendsten finde ich die Verwendung von Apps für Smartphones und Wearables. Wenn beispielsweise der Bohrmaschinenhersteller seinen Kunden eine tolle Wasserwaagen-App anbietet, hat er eine gute Verbindung zwischen Produkt, Marke und mobilem Service geschaffen.“

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