Märkte sind Gespräche: Mein Rückblick auf die CO-REACH 2016

Ein Rundgang über die CO-REACH.
Ein Rundgang über die CO-REACH.

Der ganz persönliche CO-REACH Rückblick von Wibke Ladwig.

„Was gibt’s denn hier umsonst?“ fragte lachend eine Ausstellerin. Dicht drängten sich Menschen vor dem mit weißem Tuch geschaffenen Raum mitten in der Halle 4. Es ging um Instagram und darum, wie sich das soziale Netzwerk für Fotoenthusiasten unternehmerisch nutzen lässt.

Den Open Summit in diesem Jahr zwischen gut besuchten Bühnen unterzubringen, war eine gute Entscheidung. Wer den Open Summit bereits kannte, fand ihn problemlos. Viele wurden in diesem Jahr auf dieses alternative Format aufmerksam.

„Schon am ersten Tag nahmen so viele Besucher am Open Summit teil wie im Vorjahr an beiden Tagen“, sagte Norbert Barnikel. Freude blitzte aus seinen Augen. Seit drei Jahren organisiert der Mann mit den Dreadlocks den Open Summit. Was mir an der CO-REACH gut gefällt, ist die Mischung unterschiedlicher Formate: Ausstellung, Vorträge, Workshops, Round Tables, Party – und eben der Open Summit. Ich habe den Eindruck, dass es eben nicht nur eine Messe für Dialogmarketing ist, sondern dass unterschiedliche Ansätze, wie Dialog aufgebaut werden kann, auch durchdekliniert werden. Wie kommen Menschen miteinander ins Gespräch? Wie kann man sie für etwas interessieren? Wie lässt sich Fachwissen, wie lassen sich Anliegen lebendig und unverkrampft vermitteln?

Einblick in eine der Sessions des Open Summit
Einblick in eine der Sessions des Open Summit.

 

Wenn sich Kommunikation wandelt: Wie wirkt sich das auf Aussteller aus?

Unterschiedlich gelungen war dies bei den Ausstellern: Da gab es Stände, die sehr offen gestaltet waren. Dort gab es etwas zu essen und zu trinken. Dort sah man Menschen, die miteinander lachten und im Gespräch waren. Hier und da sah ich Gesichter, die mir aus einer Session beim Open Summit oder von einem Vortrag vertraut waren. Mir vermittelte sich der Eindruck, ich könne mich dort einfach dazustellen und erstmal zuhören – ohne, dass ich gleich in ein Verkaufsgespräch verwickelt werde.

Andere Stände hingegen waren ganz klar auf Konversion angelegt: Messehostessen passten Besucher ab, um ihnen Flyer in die Hand zu drücken. Wessen Blick beim Vorübergehen zu lange am Stand verweilte oder den des Standhüters traf, wurde mit Verkaufsphrasen bombardiert.

 

Norbert Barnikel dokumentiert den Open Summit
Norbert Barnikel dokumentiert den Open Summit.

„Die Zukunft ist schon da – sie ist nur ungleich verteilt.“

Nun reden wir in der Kommunikation seit Jahren vom Kommunikations- und Medienwandel, Storytelling und Content Marketing sind gängige Schlagwörter, und dass Märkte Gespräche sind und diese menschlich klingen, dürfte sich seit der Veröffentlichung des Cluetrain Manifests vor nunmehr siebzehn Jahren herumgesprochen haben. Auch auf Aussteller treffen wohl die Worte von Science-Fiction-Autor William Gibson zu: „Die Zukunft ist schon da – sie ist nur ungleich verteilt.“ Wer als Aussteller und Anbieter von Dienstleistungen und technischen Lösungen auf sich aufmerksam machen möchte, muss analog zu diesem Wandel andere Wege finden, um für mögliche Kunden und Kooperationspartner interessant zu sein. Mit dem Verteilen von Flyern nach dem Gießkannenprinzip kommt man künftig nicht weiter.

Insofern wird es auch interessant sein, zu beobachten, wie sich Messeausstellungen weiterhin verändern werden. Etwa im nächsten Jahr auf der CO-REACH, die 2017 am 21. und 22. Juni stattfinden wird.

 

Hier zum Nachlesen die Rückblicke auf Tag 1 und Tag 2 und wer lieber Bilder gucken mag: Ein Rückblick in 42 Bildern.

 

 

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