Mehr Kalkül im Content – CO-REACH[magazin]

Auf der Suche nach der richtigen Content Strategie
Auf der Suche nach der richtigen Content Strategie

Kein Rätselraten mehr um die richtigen Inhalte: Content Strategie kann man längst studieren.

Alle wollen Content Marketing, nur wenige beherrschen es richtig. Weil Content oft als Munition für die Marketing-Schleuder verstanden wird – und zu wenig mit den langfristigen Zielen eines Unternehmens und dessen Kunden zu tun hat. Was fehlt, sind Strategen, die systematisch digitale und analoge Kommunikation planen und umsetzen.

Der weltweit erste (und immer noch einzige) Studiengang „Content Strategie“ im österreichischen Graz will das ändern. Diesen Sommer schließt der erste Jahrgang mit dem Master ab. Studiengangsleiter Heinz Wittenbrink entlässt 24 Absolventen in die Praxis. Das Fernstudium ist berufsbegleitend, deshalb muss niemand auf Bewerbungstour gehen. Die Marketingexperten, SEO- und PR-Fachleute bleiben in ihren Agenturen und Unternehmen – nur eben mit neuen, höher angesiedelten Aufgaben.

„Die Unternehmen haben verstanden, dass Online-Kommunikation eine entscheidende Funktion hat, aber auch sehr komplex ist. Website und Social Media müssen von den Inhalten her aufgebaut werden. Und nach den Bedürfnissen der Nutzer“, sagt Heinz Wittenbrink.

Kommunikative Silos waren gestern: Content Strategen nehmen bei der Bestandsaufnahme („Audit“) alle vorhandenen Inhalte unter die Lupe, machen sich konzeptionelle und strategische Überlegungen (Kernbotschaften…), erheben und analysieren empirische Daten (User Research, Marktanalyse), erstellen einen Migrationsplan und entwickeln Metadaten-Strategien (Keywords!). In der Umsetzungsphase werden der Content spezifiziert, strukturiert, hierarchisiert und die technischen Voraussetzungen geschaffen. Die letzte Phase („Grow“) betrifft die redaktionelle Planung von Inhalten und ihre Produktion: Kampagnen, Microsites, den Dialog in Social Media usw.

Also, keine Sorge, liebe Content-Marketing-Spezies, eure Jobs bleiben erhalten. Sie bekommen lediglich mehr Systematik.

Quelle: CO-REACH[magazin] Nr. 43, Juni 2016. Text: Christian Boeckmann, kleine republik.

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