Was genau ist eine Unkonferenz?

Open Summit UnkonferenzDer Open Summit 2014 wird nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2013 wieder als Unkonferenz organisiert. Wir, die Organisatoren, werden öfter gefragt, was genau es sich mit Unkonferenzen auf sich hat. Daher möchten wir Euch ein paar Hintergründe zum typischen Ablauf von Veranstaltungen nach diesem Format geben.

Eine Unkonferenz ist im Hinblick auf die Themen, Vorträge und Workshops eine selbstorganisierte Veranstaltung. Dabei wird ganz bewusst auf klassische Konferenzformate verzichtet, es gibt kein im Vorfeld gestaltetes Panel oder Vortragsprogramm, wie man es von herkömmlichen Konferenzen kennt, man spricht deshalb von Gegenteil der Konferenz – mithin einer Unkonferenz. Mittlerweile finden Unkonferenzen zu den unterschiedlichsten Themen auf der ganzen Welt statt.

 

Sessionplanung

 

Das Programm bildet sich erst am Morgen des Veranstaltungstages selbstorgansiert heraus, indem Teilnehmer in einer Session-Runde ihre Themen vorstellen. Es wird bewußt von Sessions gesprochen – nicht von Vorträgen. Eine Session kann z.B. ein Workshop, eine Diskussion, eine Frage&Antwort-Runde, eine Kurzpräsentation mit Dialog oder eine Tool-Demonstration sein.
Jeder Teilnehmer erhält ca. eine Minute Zeit zur Präsentation seiner Session-Idee. Anschließend wird das Interesse der anderen Teilnehmer an seiner vorgeschlagenen Session durch Hand heben abgefragt. Anschließend werden Sessions auf die zur Verfügung stehenden Räume und Zeitslots verteilt. So füllt sich mit der Zeit der Sessionplan, bis irgendwann alle (Un)-Konferenz-Räume mit Sessions belegt sind. Der Sessionplan wird auf Whiteboards, Metaplänen, Pinnwänden oder Session-Boards festgehalten und auch online zur Verfügung gestellt. Für jede Session werden 45 Minuten veranschlagt.
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Vom Teilnehmer zum Teilgeber

Obwohl das Format lose strukturiert ist, gibt es Regeln bei Unkonferenzen. Alle Teilnehmer werden zu Teilgebern und sind aufgefordert, ein Session vorzuschlagen und/oder sich in den Sessions einzubringen, sowie anderweitig zum Gelingen der Veranstaltung beizutragen. Dies kann zum Beispiel auch durch bloggen, Foto-Sharing, Social Bookmarking und Twittern sein – dies sind durch die Aufarbeitung der Themen und durch die Außenwirkung wichtige Beiträge zu einer gelungenen Unkonferenz. Dabei gibt es keine Hierarchien, es gibt, anders wie bei der klassischen Konferenz, keine Hauptredner. Die Teilnehmer sind aufgefordert ihre eigenen Ideen einzubringen um die Prozesse aktiv mitzugestalten. Diese Ermutigung zu teilen, ist eine bewusste Maßnahme, um Teilnehmer in eine aktive „Teilgeber“-Rolle zu bringen und sie aus ihrer Komfortzone zu locken. Dieses Veranstaltungsformat fördert den Austausch der Teilnehmer untereinander und hilft Wissen zu verbreiten. So trägt jeder Einzelne zur Verwirklichung von Ideen bei.
Die Organisatoren von Unkonferenzen bieten in der Regel Grundversorgung mit Wasser, Kaffee und WLAN an. Grundsätzlich gilt, jeder kann teilnehmen der sich für das Thema interessiert. Die Teilnahme ist in der Regel kostenlos und wird oft nur durch die Gegebenheiten des Veranstaltungsortes eingeschränkt. Die Teilnehmer werden daher aufgefordert sich im Voraus anzumelden.


Der Open Summit 2014 als Unkonferenz

 

Der Open Summit findet zum zweiten Mal statt. 2013 mit großem Erfolg und viel positivem Feedback gestartet, wird die NürnbergMesse auch in diesem Jahr Veranstaltungsort des Open Summit 2014. Messe und BarCamp zusammenzubringen mag auf den ersten Blick schwierig sein, umso interessanter ist diese Zusammenführung. Beim Open Summit können Sessions bereits im Vorfeld eingereicht werden, hierfür steht das Anmeldetool openspacer.org bereit. Ebenso können sich die Teilgeber hierüber im Vorfeld vernetzen.
Neugierig auf den Open Summit 2014? Hier geht’s zur kostenlosen Anmeldung zum Open Summit 2014. Session-Ideen können jederzeit auch nach der Anmeldung eingereicht werden – Unkonferenzen sind spontan :)

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